Ökumenische Initiative Sozialarbeit der evangelischen Gemeinde Kreuzkirche und der katholischen Gemeinde St. Paul

 

Neuer Bericht über die ÖIS in Zeiten der Corona Krise

 

 

Ökumenische Initiative Sozialarbeit (ÖIS)

 

in Zusammenarbeit mit St. Georg

 

 

In letzter Zeit hat sich viel getan. Die wohl größte Veränderung bestand darin, dass ich als Hauptverantwortliche der ÖIS nun meine Arbeit aus Deutschland weiter fortführe, da die Epidemie und die daraus folgenden Umstände zu diesem Schritt geführt haben, ja mich regelrecht gezwungen haben. Dieser Schritt scheint nach meiner bisherigen Wahrnehmung jedoch nicht zu einem verminderten Kontakt zwischen unseren Gemeinden und den Frauen und Männern der ÖIS geführt zu haben, sondern vielmehr zu einem verstärkten, herzlichen und persönlichen Kontakt. Darum nun einige Spotlights aus den vergangenen Tagen und Wochen:

 

  • In der vergangenen Karwoche und in dieser Osterwoche haben wir drei Gemeinden es mit vereinten Kräften geschafft, trotz aller widriger Umstände, wie lästigen Heimflügen und anderen Aufgaben, Euch fast 100 Frauen und Männer in unserer Liste telefonisch oder elektronisch zu erreichen. Dafür ein großes Lob und Dankeschön an alle MitanruferInnen! Die Gespräche gingen von Antalya über Deutschland bis in die USA. Dabei ist viel Schönes, Schweres und auch Tiefsinniges ausgetauscht worden und hat uns untereinander noch mehr vernetzt und verbunden.

  • Die zweite schöne Entwicklung in dieser Krisenzeit, die mich insbesondere freut, ist die Geburt einer quirligen und lebendigen WhatsApp Gruppe, in der Freud und Leid, Blumen und Ausblicke geteilt werden. Gerade als ich diese Zeilen schreibe, purzeln viele Selfies herein, da die Damen auf die Idee kamen, sich die vertraut gewordenen lieben Gesichter, die schon lange nicht mehr gesehen wurden oder auch noch gar keine Bekanntschaft gemacht werden konnte, gegenseitig zu zeigen.

 

Wer noch beitreten möchte, muss mir nur schnell eine Nachricht schreiben, wir haben noch Platz!

 

  • Eine weitere kreative Idee unserer Beate Kretzschmann war die Idee der Zusammenstellung einer Collage der "Ausblicke in Zeiten von Corona 2020". Da unseren Senioren und Seniorinnen nur noch der Blick aus dem Fenster geblieben ist, sammelt sie alle ihr zugesendeten Ausblicke und fasst sie zu einem Büchlein zusammen. Falls Sie Material beisteuern möchten, bitte mit Name, Aufnahmedatum,Titel und Ort an Beate senden (+90 532 653 06 33).

  • Nun kann man fast nicht mehr sagen, dass dieser Virus nur Trauriges mit sich bringt, denn eine der nahezu schönsten Entwicklungen in dieser Corona-beschwerten Zeit ist das Dazustoßen eines altbekannten und für mich doch neuen Gesichts in unserer Sozialarbeit: Vielleicht haben manche von Euch schon ihre Stimme am Telefon vernommen und sich gefreut: Ja, es ist wahr, Christiane ist zurück. Christiane Ünsal, die lange Jahre schon in unseren Gemeinden mitgearbeitet hat, unterstützt uns wieder in unserer Arbeit. Willkommen zurück Christiane, schön, dass Du wieder dabei bist!

 

Soviel zunächst einmal zu den Entwicklungen innerhalb der ÖIS in Zusammenarbeit mit St. Georg. Ich wünsche Euch und Ihnen eine gesegnete Zeit.

 

Herzlichst,

 

Diakonin Salome Walz

 

 

 

 

 


ABER: Was ist die ÖIS eigentlich?

 

ich möchte Ihnen aus der ökumenischen Initiative Sozialarbeit der katholischen Gemeinde St. Paul und der evangelischen Kreuzkirche einen Rück-, Ein- und einen Ausblick zukommen lassen. Als Motto passt zu all dem Folgendes gut: Alles wirkliche Leben ist Begegnung (Martin Buber).

 

Manche können mit dieser Wortballung nicht viel anfangen, dabei bedeutet es nichts anderes als die Zusammenarbeit in sozialem Bereich beider deutschen Gemeinden in Istanbul.

Mitglieder beider Gemeinden waren schon lange ehrenamtlich sozial tätig, jedoch immer separat und in ihrem jeweiligen Umfeld. Die gemeinsame soziale Betreuung begann im Altersheim bis zu seiner Schließung im Jahre 2005. Folglich beschlossen die Gemeinden, die soziale Tätigkeit in einer Organisation namens Ökumenische Initiative Sozialarbeit, kurz ÖIS, zusammenzulegen. Das Projekt steht seit September 2016 unter der Leitung der Diakonin der Kreuzkirche.

 

Die Angebote der ÖIS variieren in ihrer Form, ihrer Häufigkeit und ihrem Verantsaltungsort je nach Bedarf sowie Zielsetzung.

Der häufigste Termin ist der Frauentreff, welcher zweimal monatlich erfolgt: einmal auf der europäischen Seite Istanbuls in der katholischen Gemeinde St. Paul und einmal auf der asiatischen Seite in Moda. Je nach Jahreszeit finden die Treffen draußen oder drinnen statt. Neben den Gesprächen und Austausch beim Kaffee und Kuchen, gibt es immer einen thematischen Impuls für die Teilnehmenden.

Der Handarbeitskreis in der evangelischen Kreuzkirche findet von September bis zum jährlichen Weihnachtsbasar statt. Hier werden ganz unterschiedliche Arbeiten für den Verkauf auf dem Weihnachtsbasar hergestellt. Das Treffen und gemeinsame Herstellen ist ein wichtiger Bestandteil der ÖIS, da ein Teil des Erlöses des Weihnachtsbasars die Arbeit der ÖIS finanziert.

Die gemeinsamen Ausflüge zwischen Ostern und Sommer ermöglichen bekannte und unbekannte Orte in Istanbul in Gemeinschaft zu besuchen.

Besuche sind ebenfalls ein Bestandteil der ÖIS. Nicht immer ist es leicht einen Wunsch nach einem Hausbesuch zu formulieren, aber ich möchte ermutigen dieses zu tun, damit Begegnungen stattfinden können und Niemand unwissend allein sein muss. Besuche sind nicht nur bezogen auf Hausbesuche, es gab in der vergangenen Zeit auch Treffen von Frauen, die nicht in Istanbul leben. So gab es auch außerhalb von Istanbul Begegnungen, die ein Kennenlernen und die eigenständige Organisation von weiteren Treffen ermöglichen.

Wie vielfältig die Begegnungen sind, lässt sich schon an diesen wenigen Veranstaltungen gut ablesen. Dabei ist auch die große Bedeutsamkeit der gegenseitigen Unterstützung und der gemeinsamen Wegbewältigung deutlich geworden.

 

Vielleicht finden Sie unsere Arbeit gut und unterstützen Bekannte, Nachbar*innen und Freund*innen darin, auf mich und die genannten Angebote zuzugehen. Dann bedanke ich mich für Ihr Vertrauen. Die Termine der ÖIS sind unter „Gottesdienste und Termine“ aufzufinden; Sie können auch per Mail oder telefonisch mit mir Kontakt aufnehmen:

DiakoninSalome Walz: diakonin.deuki@gmail.com oder +90 531 656 16 50

 

Vielleicht haben Sie Lust, die Arbeit durch eine kleine Spende zu unterstützen – das würde sehr helfen. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar, bitte geben Sie Bescheid, sollten Sie eine Spendenbestätigung bekommen wollen. Herzlichen Dank!