Abschied von Diakonin Salome Walz

Auf ein Wiedersehen!

 

Mit Bedauern verabschieden wir uns von Salome Walz, die seit September 2019 in der evangelischen Kreuzkirche mit großem Engagement als Diakonin tätig war und nun wieder nach Deutschland zurückkehrt. Vielen von Ihnen ist sie aufgrund ihrer vielfältigen Aufgaben in irgendeiner Weise schon begegnet: sei es bei den Treffen der Ökumenischen Initiative Sozialarbeit oder beim Werkeln für den Weihnachtsbasar, sei es in den Gottesdiensten in der evangelischen Gemeinde, durch ihren Religionsunterricht an der Deutschen Schule Istanbul oder aus den Studententreffs vor der Corona-Pandemie. Wir hoffen, dass sie die Istanbuler Zeit positiv in Erinnerung behält und wünschen ihr für ihre nächsten Schritte alles Gute. Wir werden sie vermissen und hoffen auf ein Wiedersehen!


 

Grußwort der Kirchengemeinderatsvorsitzenden Stephanie Cilingiroglu zum Abschied von Diakonin Salome Walz

 

Liebe Salome!

 

Jetzt ist es also tatsächlich soweit: nach einem Jahr plus Verlängerung um einige Monate verlässt du nun die Gemeinde Istanbul und kehrst zurück nach Deutschland.

 

Du und wir gemeinsam können zurückblicken auf eine äußerst ereignisreiche und bewegte Zeit.

 

Und dabei fing alles ganz harmlos an damals im September 2019. Wir in der Gemeinde waren froh, eine so sympathische, junge Diakonin gefunden zu haben, mit so einem wohlklingenden Namen. Ich erinnere mich noch sehr gut an deinen Einführungsgottesdienst, es war sogar ein Doppelfestgottesdienst, wir feierten damals auch die Diamantene Konfirmation von Margitta Arbatli. Zu diesem Gottesdienst konnten noch unangemeldet so viele Menschen kommen, wie in die Kirche passten, man durfte sich umarmen und ohne Mundschutz so viel und laut singen, wie man wollte! In den nachfolgenden Monaten konnten wir mit Wohlwollen beobachten, wie du dich vorangetastet hast in den Frauengruppen mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten, in der Ökumene mit unseren katholischen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, in der Schule mit dem Religionsunterricht und wie du dich besser und besser zurecht fandest innerhalb der verschiedenen deutschen und internationalen Institutionen in Istanbul und in der Riesenstadt Istanbul im Allgemeinen.

 

Dann kam der März 2020 und brachte uns Corona. Für uns alle, aber für unsere Gemeinde ganz besonders, begann eine Zeit ganz massiver Umbrüche und das Einarbeiten und Vorantasten in neue Themengebiete hörte von nun an gar nicht mehr auf, es wurde quasi zum Normalzustand. Neue Arten und Formen von Gottesdiensten, von KGR Arbeitssitzungen, von Religionsunterricht und Mitgliederbindung im Allgemeinen mussten nun gefunden werden. Ich sage nur ein Stichwort: Zoom – und ich denke, wir alle haben vor Augen, wie sich hier Arbeitsvorgänge tiefgreifend geändert haben. Eine stabile Internetverbindung wurde nun zu einer der höchsten Prioritäten, aber auch Kreativität, Improvisationstalent und Lernwille waren gefragt, um mit der neuen Situation Schritt halten zu können.

 

Dann folgte die Verabschiedung unserer Pfarrerin Gabriele Pace, die Neuausschreibung der Pfarrstelle bei der EKD, die Besetzung der Stelle während der entstandenen Vakanzzeit und der traditionelle Weihnachtsbasar musste auch abgesagt werden. Zu guter Letzt durften wir noch erfahren, dass die EKD die Regionalgruppe „Nahost“, zu der Istanbul und die Türkei bisher gehörten, aufgelöst hat. Wir gehören nun zur Regionalgruppe Südeuropa. Ich denke ich spreche im Sinne aller, dass Ostern, Pfingsten und Weihnachten im Jahr 2020 nur so an uns vorbeigerauscht sind.

 

Ich denke, für dich, liebe Salome, war das ein Berufseinstieg, der sich wahrlich sehen lassen kann!

 

Und nun also: Abschied. Für dich ist es der Abschied von deiner ersten Stelle als Diakonin und für uns Abschied von der letzten Diakonin in Istanbul für unbestimmte Zeit, da wir noch nicht wissen, wann und ob überhaupt die Diakonenstelle wieder neu besetzt werden kann.

 

Insofern also für alle Beteiligten ein besonderer Abschied und die speziellen Erfahrungen des letzten Jahres haben uns ganz sicher noch enger aneinander gebunden, als dies unter normalen Arbeitsbedingungen geschehen wäre.

 

Und deswegen möchte ich dir liebe Salome, im Namen des KGR ganz ganz herzlich danken für deine Ausdauer und deinen Fleiß, für deinen Mut und deine Beharrlichkeit, für die Ausgestaltung vieler schöner Gottesdienste, für zahllose Stunden im Gemeindebüro und für dein warmherziges und sympathisches Wesen.

 

Für die vor dir liegende Zeit in Deutschland möchte ich mich dem Segenswort anschließen, dass meine Kollegin Hanna Rüth für dich ausgesucht hat:

 

„Er gebe dir, was dein Herz begehrt, und erfülle alles, was du dir vornimmst.“

 

Auf Wiedersehen, sei es in Istanbul oder woanders auf der Welt!

 

15.01.2021, Istanbul                                                        Stephanie Çilingiroğlu

 

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