Erwachsenenbildung: Gott & die Welt

 

Gott und die Welt. Vortragsreihe

 

Gemeinsam mit der deutschsprachigen katholischen Gemeinde St. Paul und der österreichischen katholischen Gemeinde St. Georg verantworten wir diese Vortragsreihe. In ihr greifen wir aktuelle kirchliche, ethische, politische, künstlerische Themen auf. Wir laden dazu "Experten und Expertinnen" ein, mit denen wir im Gespräch sind. Das können Künstler, Journalistinnen, Wissenschaftler, Musiker, Autorinnen sein.

 

 

 

 

 Ingrid Iren zu Gast in der Kreuzkirche - "Gott und die Welt"

 

Einen ganz besonderen Abend durften die Besucher der evangelischen Kreuzkirche am 9. April 2014 erleben, als dort die Übersetzerin Ingrid Iren im Rahmen der Vor-tragsreihe „Gott und die Welt“ sprach. Einen Namen hat sich die studierte Archäologin durch ihre wunderba-ren Übersetzungen der Bücher des nobelpreisgekrönten Autoren Orhan Pamuk gemacht. Scherzhaft wird ja im-mer wieder behauptet, dass er die hohe Auszeichnung vor allem den Menschen verdanke, die seine Romane in andere Sprachen übersetzen.

 

Dieser Abend hat auf jeden Fall gezeigt, dass Frau Iren Spezialistin für Pamuk ist und darüber hinaus über fundiertes Wissen in allen Berei-chen der türkischen Literatur verfügt. Die zahlreich erschienenen Zuhörer erhielten nicht nur eine chronologische Einführung in die neue türkische Literatur, sondern auch amüsante Anekdoten zu hören und viele Leseanregungen mit auf den Weg.

 

 

 

 

 

Abschiedsvortrag von Dr. Katharina Zimmerbauer

 

 

 

Im Rahmen der ökumenisch getragenen Vortragsreihe „Gott und die Welt”, hielt die Leiterin des christlich-muslimischen Forums St. Georg, Frau Dr. Katharina Zim-merbauer, eine Reflexion über das Thema: „Christlich-muslimischer Dialog in Istanbul” in der österreichischen Georgsgemeinde. Etwa 25 Teilnehmer waren zu dieser Veranstaltung in der Gemeindesaal gekommen.

 

Zugleich war ihre Reflexion auch ihr Abschiedsvortrag aus St. Georg, weil sie sich entschieden hat, diesen Som-mer Istanbul zu verlassen. Sie blickt auf eine zweijährige Zeit zurück, eine viel zu kurze, finde ich und ein Verlust für hier.

 

In ihrer Reflexion ging Frau Dr. Zimmerbauer auf ver-schiedene Ebenen und Aspekte des Dialoges ein. In einer sehr facettenreichen PowerPointPräsentation stellte sie alle ihre persönlich gemachten Erfahrungen bildlich vor Augen und hat mit ihren Impulsfragen sehr zum reflek-tieren angeregt. Mit kleinen Filmeinlagen von der fran-ziskanischen Ordensgemeinschaft Istanbuls wurden We-ge und Beispiele christlich-muslimischen Dialoges auf einer spirituellen Erfahrung vor Augen geführt. Aber auch theologischer Austausch kam zur Sprache, der bei sowohl christlichen, als auch muslimischen Institutionen geführt wird.

 

Am Ende des Vortrages kam noch einmal in einer offe-nen Gesprächsrunde der Dialog des Lebens in den Mit-telpunkt. Da wo wir ohne Probleme selber Akteure sein können und selber ins Spiel kommen. Jeder Teilnehmen-de hatte dann die Möglichkeit, seine Erfahrung und per-sönliche Kompetenz im Dialog zu kommunizieren. Durch Dialog werden Handlungsoptionen noch einmal Wirklich-keit.

 

Christlich-muslimischer Dialog bleibt zugleich ein ökume-nischer Dialog. Das alte Bild vom heiligen Franziskus, dem Ordensgründer der Franziskaner, bleibt das vielver-sprechende Zeugnis, das historisch verbürgt ist, wie er mit einem Sultan über die spirituelle Erfahrung seines Glaubens spricht. Ein altes, aber zugleich hoffnungge-bendes Bild für den Dialog.

Pater Christan Rolke C.M.